Ein trauriger Tag für Hollabrunn. Einer der wichtigsten Motoren in der Kleinregion Land um Hollabrunn stellt sich einer neuen Herausforderung. Didi Jäger, der in den letzten Jahren so viel bewegt hat wechselt mit April 2009 den Arbeitsplatz und bringt in Zukunft die Veranstaltungen der „Volkskultur NÖ“ auf Vordermann.
Für Hollabrunn und die anderen vier Gemeinden der Kleinregion ist es ein schmerzlicher Verlust. Vieles wurde aufgebaut: Vom Grossevent Napoleon bis zu den Weingütern Weinviertel. Der LuH Wein des Jahres ist weit über die Grenzen NÖs ein Begriff. Die Veranstaltung „Szenekeller“ wurde von vielen Gemeinden übernommen und stellt das gute alte Kellergassenfest auf ganz andere – entstaubte – Beine.

Didi Jäger
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In der heutigen ZIB hat ein Wirtschaftsfachmann gemeint: Nach der Pleite von Lehmann können sich die USA den Zusammenbruch des grossen Versicherers AIG nicht leisten, da dies wieder die Börsen weltweit erschüttern würde. Dafür wäre AIG zu gross. Aha.
An dieser Stelle frage ich mich: wie gross ist zu gross? Warum können Unternehmen denn so gross werden, dass sie vom Staat gestützt werden müssen? Warum stützt der Staat nicht auch Betriebe die kleiner sind?
Es ist nicht zu verstehen, dass Konzerne global schalten und walten können und danach auf Staatkosten gesundschrumpfen dürfen. In Österreich trägt die Gruppenbesteuerung einiges dazu bei, dass Verluste die im Ausland erwirtschaftet wurden in Österreich steuerlich geltend gemacht werden dürfen. Quasi der Steuerausgleich für international tätige Unternehmen und irgendwie die ratenweise Entschuldung auf Staatskosten ohne grossen Crash. Wer bezahlt das alles fragt man sich – dabei ist die Antwort so einfach: WIR!
Entweder durch steigende Zinsen bei unseren Banken oder durch Steuergeld – letztendlich bekommen wir die Rechnung und irgendwie kann ich es mir nicht verkneifen: Die Politik ist hier ganz massiv in die Verantwortung zu ziehen, denn Grenzen zu ziehen ist nicht notwendigerweise wirtschaftsfeindlich und eine globale Wirtschaft braucht inhaltliche Grenzen – auch bei der Grösse von Unternehmen. Wachstum über alles war lange Zeit die Devise und so beantworte ich selbst meine erste Frage: Ein Unternehmen ist dann zu gross wenn es zerplatzt.