Weblog von Stadtrat Manfred Weigel

14. April, 2009

Das Weinviertel als Community

Gespeichert unter: Demokratie — by manfredweigel @ 8:29
Tags: , , , , ,

Seit über einem Jahr gibt es das Weinviertel online zum mittmachen. Diskussionsforen, Blogseiten, Marktplatz, Bildergalerien, Videosammlung und sogar eine eigene WeinviertelCard gehören zu dem umfangreichen Angebot. Als private Initiative gestartet sind mittlerweile fast 400 Menschen vernetzt und es werden täglich mehr. Sehr empfehlenswert und wirklich informativ!

www.weinviertel.net

19. September, 2008

Vorurteile gegenüber der FPÖ?

Menschen die eher dem rechten Lager zuzurechnen sind haben oft mit dem Vorurteil zu tun, sie wären gewaltbereit. Speziell FPÖ und BZÖ Mandatare und Funktionäre sind in der Vergangenheit immer wieder in den Dunstkreis von Schlägertrupps oder gewaltbereiten Gruppierungen gekommen. Auch das BZÖ (irgendwie ja auch FPÖ – entweder die neuen oder die echten alten – je nach Sichtweise) hatte bis ganz hinauf zu Herrn Westentaler (eigentlich Hojac) das Problem eher mit Fäusten als mit Worten zu argumentieren.

In Gänserndorf ist letzte Woche etwas ungeheuerliches passiert, dass etwas Aufmerksamkeit der Lokalpolitik verdient. Der FPÖ Stadtparteiobmann Helmuth Köberl drohte seinem ehemaligen Nachbarn mit einem Schlägertrupp – und das schriftlich. (http://www.noen.at/redaktion/n-mar/article.asp?Text=276394&cat=343)

Der Nachbar  verrichtete immer wieder gegen Bezahlung diverse Gartenarbeiten für den FPÖ Stadtparteiobmann. Zuletzt schlichtete er Brennholz in eine Bauhütte. Dieser Holzstapel ist umgefallen und der FPÖ Funktionär reagierte mit einem dreiseitigen Fax. Inhalt dieses Faxes sind Drohungen mit Rechtsanwälten, aber auch folgendes Zitat aus dem Fax findet sich darin: „Außerdem werden Dich 10 bis 15 Bodyguards der FPÖ besuchen kommen!“ Köberls gütiger Vorschlag: „Du schlichtest das Holz in der Bauhütte ordnungsgemäß und als Wiedergutmachung schneidest Du im kommenden April meine Zypressen gratis.“Der Briefkopf des Faxes lautete: „FPÖ-Stadtparteiobmann Gänserndorf“

Wenn Menschen so mit ihren Mitmenschen umgehen, sollten sie nicht politisch aktiv sein. Es ist traurig sich im politischen Alltag mit solchen inakzeptablen Methoden von KollegInnen überhaupt auseinandersetzen zu müssen, nur wenn so ein extremer Fall vorkommt, dann ist die FPÖ ganz in der Nähe oder direkt verantwortlich. Das ist ein ganz klarer Rücktrittsgrund und auch die Bezirksorganisation der FPÖ Gänserndorf sollte über ihren Obmann Michalus nachdenken. Seine Reaktion: „Ich distanziere mich von diesen Drohungen. Wir sind ja nicht die SS oder SA“. Dazu muss man wissen, dass Michalus erst diesen Sommer von Landesrätin Rosenkranz persönlich auf seinen Sessel gestzt wurde, nachdem ein Grossteil der alten FPÖ Bezirkspartei ausgeschlossen wurde. Wieso spielt diese Partei immer mit NS Diktionen und denkt dabei nicht an die Auswirkungen in der Bevölkerung oder akzeptiert diese sogar? Entschieden dagegen auftreten und nicht schweigen, die einzige Chance gegen die Hetzerei dieser Partei.

8. September, 2008

Angern an der March, ein Grenzübergang ohne Brücke

Gespeichert unter: NR Wahl08 — by manfredweigel @ 10:59
Tags: , , , , , , ,

Auf österreichischer Seite eine leerstehende moderne Grenzstation, ausezeichnet mit dem europäischen Preis für innovativen Holzbau und dem Designpreis des Landes NÖ. Auf slowakischer Seite ein verlassenes Grenzgebäude und ein paar Wohnhäuser, eine Fabrik und ein Gasthaus. Dazwischen die March. 30 Kilometer nördlich bei Hohenau gibt es die nächste Brücke – 35 Kilometer südlich bei Hainburg noch eine Brücke über die ehemalige Grenze. Eine alte Fähre, die wenn sie doppelt so lang wäre schon als Brücke dienen könnte, fährt alle paar Minuten hin und her. Kleinlaster, PKWs, Motorräder, Fahrräder und FussgeängerInnen nutzen diese Möglichkeit intensiv – Kinder und Rollstühle werden gratis befördert. Die 30 slowakischen Kronen pro Person werden nicht in Euro akzeptiert. Im Gasthaus kostet ein Cola umgerechnet 47 Cent, deutsch wird dort ebenso wenig gesprochen wie slowakisch in Angern an der March. Dabei könnte ein Miteinander so viel bewegen: Österreich hat eine Bahnlinie entlang der Grenze und die Slowakei eine moderne Autobahn. Stattdessen wird in Österreich – entlang von idyllischen Dörfern – eine Autobahn durch das Marchfeld gezogen, aber eine Brücke über die March ist nicht drinnen und verkommt zum politischen Spielball zwischen SPÖ und ÖVP. Brücken bauen beginnt im Kopf aber hier hat es bislang leider nur für eine Top-Grenzstation gereicht.

Powered by WordPress.com