Weblog von Stadtrat Manfred Weigel

25. August, 2008

B303 und die Frotzelei eines Nationalrates

Gespeichert unter: B303, Hollabrunner Lokalpolitik, NR Wahl08, Öffis — by manfredweigel @ 13:13
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„In einer parlamentarischen Anfrage an Faymann will der Nationalratsabgeordnete Donnerbauer wissen, ob auch das Ministerium für einen Vollausbau der S 3, mit zwei jeweils zweispurigen Richtungsfahrbahnen samt Pannenstreifen zwischen Stockerau und Kleinhaugsdorf eintritt und – falls ja – die ASFINAG dann beauftragen werde, ihre derzeit laufenden Detailplanungen dementsprechend anzupassen.“ schrieb die NÖN letzte Woche.

Die Entscheidung über den Ausbau der B303 hat – leider viel zu spät – Herr LH Erwin Pröll getroffen. Deshalb muss Herr Donnerbauer ihm diese Fragen stellen. Upps, das geht ja nicht, ist es doch dieselbe Partei der beide angehören.

Die ÖVP regiert seit Ewigkeiten in NÖ und auch schon einige Zeit im Bund, und ein Nationalrat der ÖVP stellt Forderungen auf??? Das wirklich Groteske daran ist aber: Sowohl ÖVP als auch SPÖ wollen eine Autobahn von Stockerau nach Kleinhaugsdorf. Beide fordern diese, beide streiten wer als erster die Forderung gestellt hat und beide denken nicht mehr über die Sinnhaftigkeit ihrer Forderungen nach.

So pseudointeligente Äusserungen wie „Halbausbau ist halbe Sache“ zielen am Punkt vorbei, denn Herr Donnerbauer dürfte vergessen haben, dass nördlich von Hollabrunn tausende Menschen täglich von Lärm und Abgasen gesundheitlich geschädigt werden und deren Lebensqualität seit Jahrzehnten den Bach runtergeht.

Die Argumente für den momentan stattfindenden „Sicherheitsausbaues“ zwischen Stockerau und Hollabrunn (3 spurig mit Betontrennungen und Pannenbuchten/streifen) dürften für den neu zu errichtenden Teil Hollabrunn – Kleinhaugsdorf nicht mehr gelten. Herr Donnerbauer argumentiert, dass die Verkehrssicherheit nicht gegeben sei … beim Sicherheitsausbau… Das würde bedeuten, dass Herr Donnerbauer nicht hinter den jüngsten Entscheidungen seiner ParteikollegInnen steht und scheinbar ein wesentlich grösseres Fachwissen rund um Verkehrssicherheit besitzt als die Fachleute welche die Strecke Stockerau – Hollabrunn geplant haben. Warum fragt er dann aber Herrn Faymann?

„Aus regionalpolitischer und wirtschaftlicher Sicht ist die S3 notwendig“ argumentiert er… Ersteres bedeutet wohl die Bezirks ÖVP braucht dringend ein Erfolgserlebnis, zweiteres kann nur ein Missverständnis sein, denn wirtschaftlich braucht der Bezirk in erster Linie einen funktionierenden öffentlichen Verkehr und Strassenverbindungen zwischen den Hauptverkehrspunkten im Bezirk ohne die Bevölkerung mit Lärm und Abgasen zu quälen. Die Verbindung von Wien nach Prag wird nicht über unseren Bezirk laufen, da sollte Herr Donnerbauer mal in den Generalverkehrsplan 2002 schauen, den seine Partei mitausgearbeitet hat…

Wäre es nicht wesentlich sinnvoller den Ausbau der B303 auch für die Verkehrsverbindungen im Bezirk zu nutzen? Warum wird diese neue Strasse im Norden nicht auch dafür genutzt die zweit grösste Stadt im Bezirk – Retz – besser anzubinden? Die momentanen Probleme mit dem LKW Verkehr in Ragelsdorf sind nur der Anfang, die Zubringerrouten zu der neuen Schnellstrasse werden den Anrainern noch einige Nächte Schlaf kosten… aus regionalpolitischen Gründen…

18. Juni, 2008

Öffis in Hollabrunn???

Gespeichert unter: Hollabrunner Lokalpolitik, Öffis — by manfredweigel @ 19:17
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Wer kennt die Buslinie 1280? Geschätzte LeserInnen, sie werden es nicht für möglich halten, aber das ist der Hollabrunner Stadtverkehr. Es gibt sogar einen Fahrplan! Wenn sie nun als geübte/r FahrplanleserIn diesen Link geklickt haben und sich nicht auskennen, gehts ihnen wie mir. Ich habe mir schon überlegt einen Workshop zu veranstalten, um in ener Gruppe diesen Fahrplan in eine lesbare Version zu bringen. Wahrscheinlich brauchen wir dafür eine Unterstützung der Postbus Fachleute, diverse Hilfsmittel wie Lupen, Lineale, Kalender, Stadtpläne und jede Menge Zeit. Ich denke ich werde diesen Workshop auf die Dauer von 3 Monaten ansetzen und sollte es jemand wirklich bis zum Ende durchhalten, kann der oder die das Ergebniss ja als wissenschaftliche Abhandlung verkaufen oder an einer Uni einreichen.

Wenn die Lokalpolitik ernsthaft daran interessiert ist öffentlichen Verkehr anzubieten, dann kann das Ergebnis nicht so aussehen! Vzbgm Schrimpl wäre zuständig und kümmert sich nicht darum. Das traurige daran: Die Gemeinde ist zuständig für einen funktionierende Nahverkehr. Das Anrufsammeltaxi gibts übrigens auch noch, seit 1 Jänner 2008 mit neuen Haltestellen. Bis heute (!!!) hängen die Schilder noch immer nicht!

25. Mai, 2008

ÖBB Kundenservice

Gespeichert unter: Stadtentwicklung, Öffis — by manfredweigel @ 12:54
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Am 1. November 1871 wurde der Hollabrunner Bahnhof (damals noch Oberhollabrunn) feierlich in Betrieb genommen. Die ZWEIGLEISIGE Strecke wurde von 1869 bis 1890 von Wien bis Dresden gebaut und diente als wichtige europäische Verbindung.

Am 27. Mai 1979 wurde die Schnellbahnlinie S3 nach Hollabrunn verlängert. Zu diesem Zeitpunkt war das zweite Gleis schon lange entfernt und bis Stockerau wird eingleisig gefahren. Seit 1979 gibt es jede Stunde einen Zug. Ebenso ist der Bahnsteig seit damals nur per Treppe zu erreichen, sogar die WCs sind nur gegen Einwurf einer Münze zu benutzen. Es gibt nach wie vor keine elektronischen Anzeigetafeln. (mehr…)

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