Weblog von Stadtrat Manfred Weigel

3. Mai, 2009

Das Märchen vom Autofahren im Bezirk Hollabrunn

Gespeichert unter: B303, Öffis — by manfredweigel @ 14:10
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Es war einmal vor 34 Jahren ein Bezirk im Norden Niederösterreichs. Bäuerliche Infrastruktur in den Dörfern mischte sich auch damals schon mit PendlerInnen die ihren Arbeitsplatz in Wien haben.

Pernersdorf beherbergt im Jahr 1985 einen Mitarbeiter der Firma ITT in Strebersdorf der auch Nebenerwerbslandwirt war. Nach ein paar kleineren Arbeiten im Weingarten stieg Herr W. in Pernersdorf in den Zug und stieg in Zellerndorf um Richtung Wien. Beim Umsteigen traff er immer wieder einen Uhrmacher aus Siegmundsherberg und nutzte die Zeit im Zug zum Karten spielen und fachsimpeln über Weinbau. (mehr…)

25. August, 2008

B303 und die Frotzelei eines Nationalrates

Gespeichert unter: B303, Hollabrunner Lokalpolitik, NR Wahl08, Öffis — by manfredweigel @ 13:13
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„In einer parlamentarischen Anfrage an Faymann will der Nationalratsabgeordnete Donnerbauer wissen, ob auch das Ministerium für einen Vollausbau der S 3, mit zwei jeweils zweispurigen Richtungsfahrbahnen samt Pannenstreifen zwischen Stockerau und Kleinhaugsdorf eintritt und – falls ja – die ASFINAG dann beauftragen werde, ihre derzeit laufenden Detailplanungen dementsprechend anzupassen.“ schrieb die NÖN letzte Woche.

Die Entscheidung über den Ausbau der B303 hat – leider viel zu spät – Herr LH Erwin Pröll getroffen. Deshalb muss Herr Donnerbauer ihm diese Fragen stellen. Upps, das geht ja nicht, ist es doch dieselbe Partei der beide angehören.

Die ÖVP regiert seit Ewigkeiten in NÖ und auch schon einige Zeit im Bund, und ein Nationalrat der ÖVP stellt Forderungen auf??? Das wirklich Groteske daran ist aber: Sowohl ÖVP als auch SPÖ wollen eine Autobahn von Stockerau nach Kleinhaugsdorf. Beide fordern diese, beide streiten wer als erster die Forderung gestellt hat und beide denken nicht mehr über die Sinnhaftigkeit ihrer Forderungen nach.

So pseudointeligente Äusserungen wie „Halbausbau ist halbe Sache“ zielen am Punkt vorbei, denn Herr Donnerbauer dürfte vergessen haben, dass nördlich von Hollabrunn tausende Menschen täglich von Lärm und Abgasen gesundheitlich geschädigt werden und deren Lebensqualität seit Jahrzehnten den Bach runtergeht.

Die Argumente für den momentan stattfindenden „Sicherheitsausbaues“ zwischen Stockerau und Hollabrunn (3 spurig mit Betontrennungen und Pannenbuchten/streifen) dürften für den neu zu errichtenden Teil Hollabrunn – Kleinhaugsdorf nicht mehr gelten. Herr Donnerbauer argumentiert, dass die Verkehrssicherheit nicht gegeben sei … beim Sicherheitsausbau… Das würde bedeuten, dass Herr Donnerbauer nicht hinter den jüngsten Entscheidungen seiner ParteikollegInnen steht und scheinbar ein wesentlich grösseres Fachwissen rund um Verkehrssicherheit besitzt als die Fachleute welche die Strecke Stockerau – Hollabrunn geplant haben. Warum fragt er dann aber Herrn Faymann?

„Aus regionalpolitischer und wirtschaftlicher Sicht ist die S3 notwendig“ argumentiert er… Ersteres bedeutet wohl die Bezirks ÖVP braucht dringend ein Erfolgserlebnis, zweiteres kann nur ein Missverständnis sein, denn wirtschaftlich braucht der Bezirk in erster Linie einen funktionierenden öffentlichen Verkehr und Strassenverbindungen zwischen den Hauptverkehrspunkten im Bezirk ohne die Bevölkerung mit Lärm und Abgasen zu quälen. Die Verbindung von Wien nach Prag wird nicht über unseren Bezirk laufen, da sollte Herr Donnerbauer mal in den Generalverkehrsplan 2002 schauen, den seine Partei mitausgearbeitet hat…

Wäre es nicht wesentlich sinnvoller den Ausbau der B303 auch für die Verkehrsverbindungen im Bezirk zu nutzen? Warum wird diese neue Strasse im Norden nicht auch dafür genutzt die zweit grösste Stadt im Bezirk – Retz – besser anzubinden? Die momentanen Probleme mit dem LKW Verkehr in Ragelsdorf sind nur der Anfang, die Zubringerrouten zu der neuen Schnellstrasse werden den Anrainern noch einige Nächte Schlaf kosten… aus regionalpolitischen Gründen…

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